Wahre Inspiration gibt es nicht auf instagram

Lasst uns heute mal über etwas essentielles in der Fotografie sprechen: Über die Suche nach Inspiration und versteckte Fallen für Kreative.

DK

Für Menschen wie uns – Fotografen – ist Kreativität nicht nur eine Charaktereigenschaft. Wir machen sie auch zum Werkzeug unseres Schaffens. Sie ist für uns essentiell und eine Triebfeder für unsere Arbeit. Das gilt natürlich nicht nur für uns Fotografen, sondern für alle, die künstlerisch tätig sind. Damit Kreativität lebendig bleibt und stets leckeres Futter bekommt, braucht es hin und wieder etwas Inspiration.

Wenn man möchte, kann man “Inspiration” ziemlich flexibel auffassen:

  • In seiner einfachsten Form besteht es vermutlich aus dem Kopieren einer Vorlage. Man nimmt sich etwas existierendes und setzt es selbst um. Und dann ändert man etwas daran, um es zu etwas Eigenem zu machen.
  • In der fortgeschrittensten Form verleitet etwas Beliebiges (eine Pommes, die gerade in Ketchup ertrinkt) zum Neu-Erschaffen von etwas ganz Andersartigem (eine Oper).

Wir müssen wohl nicht erwähnen, dass die zweite Variante die vollendete Form der Inspiration ist. Genauso, wie der Grad an Schaffenskraft bei der ersten Variante eher gering ist und gefährlich nah an bloßem Kopieren liegt. Was leider rein gar nichts mit Inspiration zu tun hat.

Und genau darin liegt die Falle.

Ozean der Ideen

Sich Inspiration zu holen ist in der heutigen Zeit so einfach wie niemals zuvor in der menschlichen Geschichte: dank des Internets. Es bietet Zugriff auf jede erdenkliche Art künstlerischer Werke. Von Musik über Literatur bis zur gestaltenden Kunst. Und weil es Museen auch nach Jahrzehnten nicht befriedigend geschafft haben, taugliche digitale Konzepte zu entwickeln, sind oftmals die sozialen Netzwerke der perfekte Ort, um fündig zu werden.

Denn hier präsentieren Künstler und Talente ihre Arbeiten. Eine der wichtigsten Plattformen in der Welt der Fotografie ist instagram. Nahezu jeder, der eine Kamera halten kann, präsentiert hier seine Fotos. Und solche, denen es an Inspiration mangelt, werden hier sehr schnell fündig.

Doch: Diese Plattform als Inspirationsquelle zu nutzen, enthält möglicherweise einen Denkfehler, der fatal sein kann!

Kopiermaschinen

Zugegeben: Entsteht eine Plattform wie instagram ist sie zuerst voll von kreativen Inhalten. Erstens, weil die Nutzerzahl noch klein ist und zweitens, weil eben diese Nutzer die Möglichkeiten der Plattform ausloten. In der heutigen Zeit werden soziale Netzwerke wie instagram aber nicht einfach zur bloßen Präsentation kreativer Werke genutzt. Der viel häufiger Daseinszweck ist Bestätigung.

Tatsächlich gibt es bei (zumeist jungen) Nutzern die Regel: erhält ein Bild innerhalb kürzester Zeit nicht eine bestimmte Menge an Aufmerksamkeit, muss es wieder gelöscht werden, um dem Gesamteindruck nicht zu schaden.

Das Erschaffen von Inhalten unterwirft sich schließlich diesem Daseinszweck. Es entstehen Strategien, wie und welche Inhalte geschaffen werden müssen, um die maximale Bestätigung (Likes oder Follower) zu erreichen. Leute, die das besonders gut beherrschen, entwickeln gar eine neue Macht, die ihnen die Bezeichnung “Influencer” verschafft.

Was ich hier beschreibe, ist kein rein gedankliches Konstrukt, sondern ein beobachtbares Phänomen, das viele Namen trägt, zum Beispiel “copycat”. Eine beeindruckende Sammlung trägt der instagram-account @insta_repeat zusammen und belegt damit, wie stark das Kopieren erfolgreicher Inhalte auf instagram vorangeschritten ist.

Kopieren ist keine Inspiration

Wir wollen das Kopieren an sich nicht verteufeln. In der Fotografie zum Beispiel ermöglicht es gerade Anfängern, die Möglichkeiten ihrer Kunst auszuloten und Fertigkeiten zu erlangen. Sicherlich jeder Einsteiger nimmt sich zuerst einmal Fotos vor, die ihm gefallen und versucht, diese zu kopieren.

Es gilt jedoch, schnell darüber hinaus zu wachsen und der eigenen Arbeit eine individuelle Note zu verpassen. Denn das bloße Kopieren endet in einer Sackgasse, aus der keine wahre Kreativität, keine Weiterentwicklung entstehen kann.

Für Hobby-Fotografen mag das noch zu vernachlässigen sein. Jemand, der immer wieder das Gleiche macht, wird auf sozialen Netzwerken erfolgreich sein, sich den Ruhm einfahren und dadurch Bestätigung erlangen. Auch, wenn er dabei nicht wirklich innovativ ist, keine neue Kunst erschafft oder sogar, wenn er seine Werke dadurch nicht verbessert.

Für Berufsfotografen jedoch ist das Erschaffen von Neuem Teil ihrer Arbeit. Es wird nicht nur von ihnen erwartet, es ist auch Grundlage ihres Erfolgs. Für sie ist es also essentiell, echte Inspiration zu erlangen, wirklich kreativ zu sein.

Erschaffe Neues

Um es zusammenzufassen: Wer sich für seine Fotografien an den Werken in den sozialen Netzwerken orientiert, läuft Gefahr, repetitive Kunst zu erschaffen, die nur dem Zweck des Erlangens von Anerkennung dient. Das mag für Hobbyfotografen durchaus in Ordnung geht und auch der Kunde vom “Fotografen um die Ecke” wird es lieben, wenn er mehr vom Gleichen bekommt.

Wer aber wachsen will, sollte sich an den Prinzipien orientieren, die für professionelle Fotografen gelten, die künstlerisch etwas erreichen wollen: originäre Werke zu erschaffen. Sich von “Dingen” inspirieren zu lassen und etwas gänzlich Neues zu schaffen, das noch nie dagewesen war.

Das mag schwierig klingen, aber es ist möglich. Denn die menschliche Kreativität ist ein Ozean der Ideen.

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