Behind the Scenes: Shooting with Jacqueline

Sind Test-Shootings gleich für die Tonne, weil man „nur“ mit neuen Leuten arbeitet und nicht weiß, wie gut die Ergebnisse werden? Wenn man ein paar Regeln befolgt: ganz sicher nicht!

Das Shooting Tempered Sparkles wurde in der gedruckten Sonderausgabe „Beauty Issue“ des Solstice-Magazins aus London veröffentlicht. Details zum Shooting gibt es hier, das Magazin kann man hier ordern und weitere Veröffentlichungen finden sich hier.

Was ist ein Test-Shooting?

In unserem Metiér gibt es viele verschiedene Arten von Shootings. Das meint keine Unterscheidung in Genres wie „Fashion“, „Beauty“ oder „Lifestyle“, sondern betrifft eher den Grund, warum man es macht. Denn neben Shootings für Kunden, kann man natürlich auch welche „just for fun“ machen oder, um das eigene Portfolio (oder das der Teammitglieder) auszubauen. Oder eben, um ein neues Teammitglied zu testen.

Ein typisches Test-Shooting dient tatsächlich dazu, ein Teammitglied bzw. die Zusammenarbeit mit ihm zu testen. Das kann jeder aus dem Team sein: das Model, die Visa oder der Fotograf. Und klappt das Ganze und sind die Fotos am Ende gut, dann dient(e) das Shooting auch zur Erweiterung des Portfolios – und alle sind happy.

Wir machen solche Test-Shootings regelmäßig, denn es gibt so viele Talente da draußen, dass es sich lohnt, sie zu kennen und zu wissen, wer in welchem Bereich gut ist. Andere Fotografen machen das nicht. Aus verschiedenen Gründen; meist aber, weil sie glauben, das nicht nötig zu haben. Oft sind sie aber auch zu faul und daher negativ eingestellt.

Man muss sich nämlich klar machen, dass jeder Teilnehmer eines Test-Shootings etwas investiert. Das Model investiert seine Zeit und sein Talent (dass es sich unter anderen Umständen bezahlen lässt). Die Visagistin investiert dasselbe und zusätzlich noch ihre Ausrüstung und ihr Material, das sie zum Arbeiten braucht. Und der Fotograf schließlich spendiert ebenfalls seine Zeit, seine Ausrüstung, (unter Umständen) noch sein Studio und nochmals mehr Zeit zum Bearbeiten und Retuschieren der Bilder – außerdem hat er die ganze Show organisiert.

In unserem Fall tragen wir bei einem Test-Shooting die Hauptlast; umgerechnet in einen Betrag dürfte diese bei mehreren Hundert Euro liegen. Doch genau das ist der Fehler, den viele machen. Es geht dabei nicht so sehr um die investierte (und vermeintlich verbrannte) Kohle, sondern um ein Investment, das sich in jedem Fall lohnt. Nämlich, weil es Erfahrungen schafft.

Weil wir anders an die Sache heran gehen, lohnt es sich für uns und diejenigen, mit denen wir Test-Shootings veranstalten, aber noch mehr. Denn jedes mal – wirklich jedes mal – sind alle Team-Mitglieder von der Arbeit mit uns und den Ergebnissen begeistert. Wir liefern genau das ab, was sie sich gewünscht haben und alle haben nicht nur frische Bilder für ihr Portfolio, sondern oftmals sogar eine Veröffentlichung.

Das ist ein massiver Erfolg, dem ein gewisses „Rezept“ zugrunde liegt. Das können wir euch an dieser Stelle zwar nicht detailliert verraten, aber wir geben euch mal ein paar wichtige Punkte, die es zu beachten gilt, um auch ein Test-Shooting erfolgreich werden zu lassen.

Das Konzept

Das Konzept für euer Shooting ist der Dreh- und Angelpunkt und hat wesentlichen Anteil am Gelingen der Aufnahmen. Denn anhand der verschiedenen Bestandteile trefft ihr später die Auswahl an „Mensch und Material“, das ihr benötigt.

  • Location: Sorgt dafür, dass ihr eine gute Location habt. Es sollte nicht improvisiert aussehen und euch genügend Freiraum bieten.
  • Ausrüstung: Wenn ihr die Location kennt, plant eure Ausrüstung. Also welche Objektive nutzt ihr, braucht ihr zusätzliches Licht und wenn ja, wieviel und von wo sollte es kommen?
  • Assets: Macht euch Gedanken über Stoffe, Accesoires oder Gegenstände, die ihr für euer Shooting brauchen könnt.
  • Styling: Welche Klamotten sollte das Model tragen? Oder trägt es überhaupt keine? Wie soll das Make-Up werden, wie die Haare?

Das Model

Es ist ja so: Körperteilmodels gibt es nicht. Ihr könnt also kein „Handmodel“ für euer Shooting buchen, weil ihr nur Hände fotografieren wollt. Aber: ihr könnt ein Model buchen, das schöne Hände hat! Das klingt super simpel, ist aber ein extrem wichtiger Punkt. Etwas planmäßiger formuliert:

Wenn euer Test-Shooting „Beauty“ als Genre hat, dann sucht ihr euch euer Model nicht anhand seiner Figur aus. Sondern, ihr achtet ganz speziell auf sein Gesicht. Hat es bestimmte Merkmale, die ihr für eure Aufnahmen braucht? Besitzt es ein gutes Hautbild? Hat es eine ausreichende Menge an Mimiken drauf?

Wenn ihr die Modelsuche nicht beliebig sondern spezialisiert gestaltet, erhöht ihr damit automatisch die Chance, qualitativ hochwertigere Bilder zu erreichen.

Die Visagistin

Auch bei der Visagistin gilt es einiges zu beachten, wenn ihr wollt, dass euer Test-Shooting erfolgreich wird. Wie ihr an die Sache heran geht, kommt darauf an, wer in erster Linie die Teammitglieder auswählt.

  • Falls ihr von der Visa selbst angeschrieben wurdet, hat sie unter Umständen schon Wünsche geäußert, was für Aufnahmen sie machen will. Möchte sie mit euch Beauty-Shots machen, müsst ihr abklären, ob sie das drauf hat und ob ihre bisherigen Arbeiten dazu taugen, Bilder in diesem aufwändigen Genre zu machen.
  • Falls das Test-Shooting von euch initiiert wurde oder ihr von einem Model angeschrieben wurdet, ist die Sache einfacher. Dann sucht ihr euch natürlich in jedem Fall eine Visa, die definitiv das Genre drauf hat, das ihr realisieren wollt.

Die Retusche

Schließlich habt ihr es am Ende selbst noch in der Hand, die Bilder zu einem Erfolg werden zu lassen: mit der Retusche. Dabei sei jedoch angemerkt, dass alles andere vorher auch gepasst haben muss. Denn wenn ihr keine guten Fotos geschossen habt, wird die Retusche es auch nicht mehr retten. Ihr erhaltet maximal Bilder, die genauso aussehen wie der durchschnittliche Output tausender namenloser Fotografen draußen in den sozialen Netzwerken.

Und das wollt ihr ja nicht, richtig?

Also setzt euch hin und retuschiert die Fotos so, als wären sie für einen zahlenden Kunden. Investiert Zeit und Geduld, dann wird es euch entlohnt werden. Denn wie zuvor erwähnt: Euer Test-Shooting ist eine Investition und ob diese lohnenswert ist, habt ihr zu einem Großteil selbst in der Hand.

MEHR!

  • Nach der Fotografie kommt die Retusche. Hier findest du unseren ausführlichen Artikel „Beauty-Retusche im Detail„.
  • Weitere Artikel zum Thema Modelfotografie findest du hier.
  • Falls du zum Thema Fragen oder Vorschläge hast und mit anderen diskutieren willst, schau dringend in unserer Facebook-Gruppe „Einstieg in die Modelfotografie“ vorbei.
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